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IP-Ratings bei Smartphones: So wasserdicht sind die mobilen Geräte

Internationaler Standard

Angefangen hat alles mit dem Samsung Galaxy S7; mittlerweile haben viele Hersteller nachgezogen. Die Rede ist von dem IP-Rating, das unter anderem Schutz gegen Wasser garantieren soll. Doch was bedeuten die kryptischen Codes wie IP67 oder IP68 eigentlich? Wir klären auf.

Die Buchstaben IP stehen für „International Protection“ und geben an, in welchem Maße Smartphones und andere Geräte gegen das Eindringen von Flüssigkeiten oder festen Fremdkörpern wie Staub oder Finger geschützt sind.

Schutzgrad vor Wasser

Der IP-Wert gibt den Schutz vor festen Objekten in der ersten Ziffer und den Schutz vor Wasser in der zweiten Ziffer an. Stufe 0 wird nur dann angegeben, wenn lediglich Schutz für eine der beiden besteht. Ein Beispiel: Lampen werden oft mit einem IP20-Rating beziffert. Damit ist die Lampe zwar vor dem Eindringen eines fingerdicken Objektes geschützt, nicht aber vor dem Kontakt mit Wasser – und wenn es nur ein Tropfen ist.

Bei Geräten, wo lediglich einer der beiden Schutzgrade gemessen wurde, wird der nicht gemessene Wert mit einem X ersetzt. Hat ein Bluetooth-Lautsprecher beispielsweise das Rating IPX5, kann er zwar unter laufendes Wasser gehalten werden, es wurde aber nicht getestet, wie staubresistent der Lautsprecher ist.

Schutz vor Flüssigkeiten

Stufe

Schutz

0

Kein Schutz

1

Wassertropfen

2

Wassertropfen bei 15 Grad Neigung

3

Sprühwasser

4

Spritzwasser

5

Wasserstrahl

6

Starker Wasserstrahl

7

Untertauchen bis 1 Meter Tiefe für 30 Minuten

8

Untertauchen bis 1 Meter oder tiefer für 30 Minuten

9(K)

Hochdruck-Wasserstrahl

Schutzgrad gilt nur für Frischwasser

Achtung: Der Schutzgrad vor Flüssigkeiten wird nur mit Frischwasser getestet. Das heißt: Wer sein Smartphone im Meer untertaucht, kann auch mit einem IPX8-Rating das Gerät schädigen. Salzwasser greift nämlich die Dichtungen an, die vor Wassereintritt schützen sollen.

Zudem sind die Ratings nicht zwingend abwärtskompatibel. Das heißt, ein Smartphone mit IPX7 oder IPX8 schließt nicht andere Schutzgrade wie IPX5 oder IPX6 ein. Oder anders ausgedrückt: Smartphones, die bei kompletten Tauchgängen wasserdicht bleiben, müssen notwendigerweise nicht gegen das Bespritzen mit einem Wasserstrahl geschützt sein – auch wenn sie das in der Regel trotzdem sind. Wurde ein Gerät aber gegen beide Arten von Wasserkontakt getestet, dann wird das mit der entsprechenden Bezeichnung versehen wie beispielsweise IPX5/IPX7.