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Die Simkarte: viele Tipps und Infos

Die SIM-Karte-Ausweis für Breitbandnetz-Kunden

Die Simkarte steht für Subscriber Identification Module und kann als eine Art Ausweis verstanden werden. Denn mittels einer 15-stellige IMSI-Kennung (International Mobile Subscriber Identity) kann der Nutzer in den Mobilfunknetzen identifiziert werden. Nur dadurch ist der Mobilfunknetz-Betreiber dazu in der Lage, Gebühren für Telefonie oder mobiles Websurfen abzurechnen.

Ein Mobiltelefon kann in Deutschland also nur mit einer Simkarte betrieben werden. Wichtig: Das gilt mittlerweile auch für Notrufe. Früher konnte man die 110 oder 112 auch ohne SIM-Karte wählen. Das ist nun nicht mehr möglich. Unter anderem, um die Anzahl missbräuchlicher Anrufe zu reduzieren.

Verschlüsselung und Datenspeicher über die SIM

Neben der Identifizierung des Nutzers im Netz übernimmt die Sim Card noch andere Aufgaben: So speichert sie Sicherheitsschlüssel für das Breitbandnetz. Dadurch sind verschlüsselte Gespräche im Breitbandnetz erst realisierbar.

Für die Betreiber besteht zudem die Möglichkeit, kleine Programme auf der Sim Card zu installieren. Auf diese Weise hatte zum Beispiel o2 vor mehreren Jahren das Homezone-Häuschen auf dem Display anzeigen lassen. Einige Simkarten-Hersteller ermöglichen sogar über eine Sim-Applikation den Zugang zu Facebook oder Twitter.

Darüber hinaus dient die SIM-Karte als Speichermedium. Der Mobiltelefon-Nutzer kann beispielsweise seine Kontakte, SMS oder Bilder auf der Karte speichern. Im Vergleich zum internen Speicher des Handys ist die Speicherkapazität der Simkarte aber begrenzt.

SIM-Karten-Formate

Lange Zeit galt die Mini-Sim Card – oft einfach Simkarte genannt – als Standard. Mittlerweile gibt es drei gängige Formate. Neben der normalen SIM kommen auch die Micro-Simkarte und die Nano-Simcard zum Einsatz. Die Micro-Simcard wurde 2010 von Apple eingeführt, als der Konzern das iPhone 4 auf den Markt brachte. Andere Hersteller wie Motorola oder Nokia folgten. Mittlerweile gilt die Micro-Simkarte als Standard-Format. Für besonders flachte Smartphones gibt es die Nano-Simkarte. Auch hier war Apple Vorreiter. Im Herbst 2012 nutzte das iPhone 5 erstmals eine Nano-Simcard.

Wer bei einem Mobilfunkanbieter einen Tarif abschließt, bekommt mittlerweile eine 3-in-1-SIM-Karten-Schablone. Aus dieser Schablone lässt sich sowohl eine klassische Simcard als auch eine Micro- oder Nano-Simkarte herausbrechen.

Sim-Formate im Überblick

Mini-Sim

Micro-Sim

Nano-Sim

Maße
(HxBxT)

25mm x15mm x0,76mm

15mm x12mm
x0,76mm

12,3mm x8,8mm
x0,67mm

Definition des Standards nach ETSI

1989

2004

2012

Einführung

k.A.

2010

2012

Dual-SIM-Karte und Multi-Sim Card

In der Regel nutzt ein Smartphone eine Sim Card. Es gibt aber auch Dual-Sim-Smartphones, die mit zwei Simcards betrieben werden können. In diesem Fall ist das Handy unter zwei Rufnummern erreichbar. Das ist vor allem dann praktisch, wenn man Privates und Berufliches trennen, dabei aber nur ein Gerät nutzen möchte. Zudem gibt es sogenannte Multi-Sim-Angebote. Damit können mehrere Geräte mit einer Rufnummer genutzt werden.

PIN und PUK bei SIMs

Damit auch nur der Nutzer Zugriff auf die Simcard hat, wird sie durch eine PIN (Personal Identification Number)gesichert. Dabei handelt es sich um eine 4-stellige Zahlenfolge, die beim Einschalten des Handys abgefragt wird.

Wird die PIN dreimal hintereinander falsch eingegeben, kommt der PUK (Personal Unblocking Key)zum Einsatz. Das ist eine 8-stellige Zahlenfolge, mit der die Gerätesperre wieder aufgehoben werden kann. Ist das Handy wieder entsperrt, muss jedoch eine neue PIN vergeben werden. Die alte ist nicht mehr gültig.

Sim-Lock bei Simkarten

Der Sim-Lock beschreibt eine Art Sperre vonseiten eines Mobilfunkanbieters, die verhindert, dass der Nutzer sein Handy mit einer SIM eines anderen Anbieters nutzen kann. Das kommt vor allem bei sogenannten Bundles vor – also wenn der Nutzer sich zu einem Mobilfunktarif ein subventioniertes Smartphone dazu bestellt. Mit dem Sim-Lock wollen Mobilfunkanbieter den Kunden für mindestens zwei Jahre an das eigene Mobilfunknetz binden. Mittlerweile wird die Sperre bei Langzeitverträgen aber kaum noch angewendet.

bei Prepaid-Tarifen ist der Sim-Lock hingegen noch öfters anzutreffen. Bei Prepaid-Angeboten wird die Sperre damit begründet, dass die angebotenen Geräte stark vergünstigt vermarktet werden. Und es gibt wahrscheinlich keinen Anbieter, der es gerne sieht, wenn der Kunde das subventionierte Mobiltelefon kauft, um damit in einem anderen Netz zu surfen.

Der Sim-Lock gilt in der Regel für eine Laufzeit von 24 Monaten. Wer vorher die Sperre aufheben lassen möchte, muss dafür eine einmalige Ablösesumme um die 100 Euro zahlen.

Neben Sim-Lock gibt es auch den Net-Lock. Dabei wird der Nutzer eines Smartphones, das er bei einem Anbieter erworben hat, an das vom Anbieter genutzte Netz gebunden. Das heißt: Beim Net-Lock kann der Nutzer zumindest die Simcard eines anderen Anbieters nutzen – solange dieser im selben Netz unterwegs ist.